Dienstag, 20. Juli 2021

pke korrigiert, korrigiert

Lila Farbe zwischen grünes Moos gesetzt, nur Fläche, die Kleinigkeiten nicht getüpfelt, die Grenzen liegen noch nicht fest. Mit starren Stäben, Holz im Winkel, die Schatten knicken, Winkel kippen, Rahmen schräg gehalten, das Kinn gemäßigt und um den Hals den blauen Schal gelegt, auch blaue Füße, treten leise und entfernen sich. So tret ich auf, auf Wiesenbühne, im Wind Gebrabbel. Ich trete auf mit nichts als stillem Sitzen, das stolze Wort, dem Eid geschuldet, verwerf ich gegen Tand, wenn Tand mir Wege säumt die besser sind. Die Botschaft hallt schon hinter mir, um mich herum, ein ständiges Gezeter. Ich weiche aus, mit Schweigen, kurve, eine scharfe Wendung ist nicht nötig, bin barfuß auf der Wiese unterwegs, das Feld ist umgebrochen, es strömt Volk, der Schatten sitzt mir gegenüber, wächst, wird länger, ich bin eine Sonnenuhr. Nun sei es, Bader, füll die Wannen voll, hell die Sonne, lass sie bleiben, sperr sie nicht aus, selbst im Gewitter lass das Fenster offen, oh Mut, oh Lust, meine bleiche Haut, schwere Wanne, Blitze über der Lagune, Donner, Krachen, so war es. Streitgespräche, heller Klang, Applaus dafür, bedankt beim Gehen, auf blanken Steinen eine Spur zum Wasser hin, das leckend, über die Kante, sich benahm, scherzhaft böse, Schubsen plante, das Zimmer blieb für diese Nacht. Wasser in so vielen Farben, ein dunkles Grün, die blauen Töne, Graues Gewicht,  dümpelnder Kahn, über den Decken, wehende Vorhänge, Frühlingsluft, Trommelwirbel, stille kalte Gänge, Geklapper, Löffel hingelegt, ein Hund liegt unterm Tisch, Kaffee, süßes Gebäck. 

pke korrigiert

Lila Farbe zwischen grünes Moos gesetzt, das Moos nur Fläche, die Kleinigkeiten nicht getüpfelt, die grenzen liegen noch nicht fest. Mit starren Stäben, Holz im Winkel, die Schatten knicken, Winkel kippen, Rahmen schräg gehalten, das Kinn gemäßigt und um den Hals den blauen Schal, auch blaue Füße, treten leise und entfernen sich. So tret ich auf, auf Wiesenbühne, im Wind Gebrabbel. Ich trete auf mit nichts als stille Sitzen, das stolze Wort dem Eid geschuldet, verwerf ich gegen Tand, wenn Tand mir Wege säumt die besser sind. Die Botschaft hallt schon hinter mir, um mich herum, ein ständiges Gezeter. Ich weiche aus mit Schweigen, kurve, eine scharfe Wendung ist nicht nötig, bin barfuß auf der Wiese, das Feld ist umgebrochen, es strömt Volk, der Schatten sitzt mir gegenüber, wächst, schon länger, ich bin eine Sonnenuhr. Nun sei es, Bader lasst die Wannen voll, hell die Sonne bleiben, sperrt sie nicht aus, selbst im Gewitter lasst das Fenster offen, oh Mut, oh Lust, bleiche Haut, schwere Wanne, Blitze, Donner, Krachen, so war es. Streitgespräche, heller Klang, Applaus dafür, bedankt beim Gehen, auf blanken Steinen eine Spur zum Wasser hin, leckend, über die Kante, sich benahm, scherzhaft böse, Schubsen plante, das Zimmer blieb für die Nacht. Wasser in so vielen Farben, das dunkle Grün, die blauen Töne, Graues Gewicht, vor schäumendere Gischt, dümpelnder Kahn, aus den Decken, wehende Vorhänge, Frühlingsluft, Trommelwirbel, stille Gänge. Geklapper, Löffel hingelegt, der Hund liegt unterm Tisch, Kaffee, süßes Gebäck.
👍

c

Freitag, 16. Juli 2021

pke korrigiert

Wer sang das Lob in höchsten Tönen, wer hebt zuerst den schwarzen  Stein, der auf dem Mars liegt, im Sand, der Sand aus Stein. „Singst du das hohe Lied?", „Ich will es singen!". Wie still es ist, da steht das artige Gebilde auf Rädern, gegenüber stützt sich auf den Ellenbogen der Stein, erhebt sich mit geneigtem Haupt, gezeichnet, mit schneller Wende, sowie Finger um die Ecke huschen, die Kohle sanft gefasst, dass sie nicht bricht. Ich habe dich gesehen, Heimat ist nicht Mutters Schoß, schon auf den ersten Blick, Heimat das ist Ferne, erst in Geschichten, im Kino dann die Bilder, je länger ich verweile, blicken kann, nur auf das Eine, so dass ich selbst als Stein verharre, Milliarden Jahre. Um mich mich herum Gefunkel, die Dunkelheit ist nun der Schoß, ich neige mich zur Seite in den Schlaf, Marsianer lebten hier. Wenn ich bar jeden Fleisches, in wunderbarer Wandlung, mich erhebe, mein Gegenüber zu betrachten, Raum ist überall, dann bin ich Stein. Ich bezeuge, aber spreche nicht, ich liege über eisigem Meer, der mir das hohe Lied sang, hat mich gesehen, war gerührt, weil ihm der Stein so innig ist. Langsam hellt die dunkle Zone auf, pfeift stotternd Wind, wie ich die Töne führe, allmählich, auf der Höhe halte, ziehe, durch Raum, mit Rauheit, wenns von Nöten ist, Schmelz, Klarheit, wie Wasser, klar oder trübe.
👍

Donnerstag, 15. Juli 2021

pke korrigiert

Eine lose Abfolge hinlänglicher Ereignisse, Kissen gerückt, in den Schuh geschlupft, der hellblaue Schal liegt auf dem Bauch, auf den Pullover gemaltes schaut Schwarz Weiß Blau heraus, zwischen den Lippen balanciert, Glut an der Spitze, Rauch in die Luft gepustet, die Zigarette an die Lippen geklebt, zusammengekniffen gewippt, Rauch kräuselt, ach was soll dass heißen, Verzicht, auf das, Trompete spricht, ihr Zauderer, lasst mehr geschehen, bevor ein nasses Laken weht. Gerüche, Teer ins Schienenbett gegossen, am heißen Sommertag, große Bäume legen Schatten, Veilchen ruhen, der Flieder duftet beim Teer. Strohballen säumen die Straße, Motorräder knattern, verströmen süßlichen Geruch. Was sagt die Nase?, „Dann ist Sommer", ja, aus dem Seitenwagen lehnt ein Tänzer, berührt die Straße mit der Schulter, fast. Lass uns Mäuse füttern, Ratten auch, die angstvoll blicken, in einer Kiste mit Sand, da schlief ich unter Decken, ich roch nach kaltem Teer, am Tag im Kino, mit neuen Schuhen, die sind Rot, da bellen Hunde, Zirpen melden, mit roten Schuhen grub ich den Tag aus, der in Luft hing, da warf der Wind, das los gerüttelte Schild nach unten, das war am Nachmittag, vor der Bäckerei, beinahe auf die, die am Tisch saßen, es stoppte jäh, vor dem Löwen aus Porzellan, der dennoch kippte, zur Seite fiel, er landete mit Krach, der dicke Schädel schrammte, vorbei, der Gast blickt ruhig auf das Geschehen, den schweren Löwen auf der Kante, die er prüft, als läge eigener Wille, unter den Locken im Porzellan, der Gast schaut zu mir rüber, wie ich, mit meinem Blick noch in der Luft, zuschaue wie Seile angebunden werden. Was schon geborgen war, lag in der Karre, gut an der Kante, die zu überwinden war, ohne das der schwere Löwe aus Porzellan, so mächtig, wie ein dicker Schädel, die Bergung abgebrochen, nicht hingelaufen, mit den Mundwinkeln gezuckt, sachte nachgelassen, nichts zerschlagen, Pause. Ich nahm mein Buch, schlug die Seiten auf, versunken, Köpfe tauchten, staunten, die Zeichnungen, auf weichem Grund, offen porig, helle gelbe Haut, wie Lederlappen, es stand die Bleistiftspur und gaukelte Bewegung vor, als ich den Seiten etwas entnahm, aus Material, das lose in den Händen hing, es stank, wie Lug und Trug, wie ein altes Handtuch, am Ende der Geschichte trage Geborgenes zurück, das Buch enttäuschte, was schön begann, erstunken und gelogen. Was bleibt mir?, ich lös es auf, den Karren, den zerlege ich, den weissen Löwen aus Porzellan lass ich liegen, glänzt schon wieder, in der Sonne.  👍

pke korrigiert

Eine lose Abfolge hinlänglicher Ereignisse, Kissen gerückt, in den Schuh geschlupft, der hellblaue Schal liegt auf dem Bauch, auf den Pullover gemaltes schaut Schwarz Weiß Blau heraus, zwischen den Lippen balanciert, Glut an der Spitze, Rauch in die Luft gepustet, die Zigarette an die Lippen geklebt, zusammengekniffen gewippt, Rauch kräuselt, ach was soll dass heißen, Verzicht, auf das, Trompete spricht, ihr Zauderer, lasst mehr geschehen, bevor ein nasses Laken weht. Gerüche, Teer ins Schienenbett gegossen, am heißen Sommertag, große Bäume legen Schatten, Veilchen ruhen, der Flieder duftet beim Teer. Strohballen säumen die Straße, Motorräder knattern, verströmen süßlichen Geruch. Was sagt die Nase?, „Dann ist Sommer", ja, aus dem Seitenwagen lehnt ein Tänzer hinaus, berührt die Straße mit der Schulter, fast. Lass uns Mäuse füttern, Ratten auch, die angstvoll blicken, los Ratte geh heim, zum brackigen Wasser, ich in einer Kiste mit Sand, da schlief ich unter Decken, ich roch nach kaltem Teer, im Kino, mit neuen Schuhen, die sind Rot, da bellen Hunde, Zirpen melden, mit roten Schuhen grabe ich den Tag aus, der in Luft hing, dann warf der Wind, das los gerüttelte Schild nach unten, am Nachmittag, vor der Bäckerei, beinahe auf die, die am Tisch saßen, stoppte vor dem Löwen aus Porzellan, der dennoch kippte, zur Seite fiel, er landete mit Krach, der dicke Schädel schrammte, vorbei, der Gast blickt ruhig auf das Geschehen, den schweren Löwen auf der Kante, die er prüft, als läge eigener Wille, unter den Locken im Porzellan, der Gast schaut zu mir rüber, wie ich, mit meinem Blick noch in der Luft, zuschaue wie Seile angebunden werden. Was schon geborgen war, lag in der Karre, gut an der Kante, die zu überwinden war, ohne das der schwere Löwe aus Porzellan, so mächtig, wie ein dicker Schädel, die Bergung abgebrochen, nicht hingelaufen, mit den Mundwinkeln gezuckt, sachte nachgelassen, nichts zerschlagen, Pause. Ich nahm mein Buch, schlug die Seiten auf, versunken, Köpfe tauchten, staunten, die Zeichnungen, auf weichem Grund, offen porig, helle gelbe Haut, wie Lederlappen, es stand die Bleistiftspur und gaukelte Bewegung vor, als ich den Seiten etwas entnahm, aus Material, das lose in den Händen hing, es stank, wie Lug und Trug, wie ein altes Handtuch, am Ende der Geschichte trage Geborgenes zurück, das Buch enttäuschte, was schön begann, erstunken und gelogen. Was bleibt mir, ich lös es auf, den Karren, den zerlege ich, den weissen Löwen aus Porzellan lasse ich liegen, glänzt schon wieder, in der Sonne.  

Mittwoch, 14. Juli 2021

Vernissage in Altenbauna

pke korrigiert

In all dem feuchten Moos, die dunkele schattige Zone legt nahe, dass bald Mühe nötig ist, wo der Auftrag fehlt, nur Neugier, zur Lust verwachsen, die endet, wenn Kreischen, mit hallenden Schlägen, die nackte Hand mit blutiger Wunde aufschreckt. Es bleibt dabei, vom Versagen ein Lied zu singen, einen Reim, der in der Pfütze mündet, mit Schüssen, das Ende ist ist so nah, dass nun die Furcht, im Wahnsinn schreiend wartet, vor steilen Wänden, grenzenlos. Da pflückt ein Strahl mir meine Bange, küsst meine Wange, lockt mich fort, scheint mir weiter heller, dass nun die Laken wehen, von dem Garten drüben, sich morgendliches Zögern Zeit lässt, alles gleich zu zeigen, als hauchte ich, so lange aus. Da lag ich still und blinzelte mir Bilder aus Comicheften auf die Wäsche.
👍

Dienstag, 13. Juli 2021

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Ich hielt es nicht mehr aus, sprang auf, ließ das Bett, wie es war, schob das Fenster hoch, stieg auf die Leiter. Alles drängte auf einmal zu den Bädern. Busse mit Oberleitung schoben Stangen an die Drähte, kurvten Beladen enge Straßen. Mich zogs zu einen anderen Platz. Es wurde laut, zu laut, Scheuklappen trug ich nicht, es nutzte nichts, mit der Hand gegen die Schläfen zu drücken, es war entschieden, Kulissen wurden aufgebaut, das Hotel mit engen Stiegen. Ich taste zur Hose, stand nackt da, Farbe in den Holunderbüschen. Prometheus malt, Sybille liegt, die schwarze Katze gähnt. Das Handgelenk, der Mund, die spitze Nase, das Ohr lauscht hin zum hohen F, Eintrag , Überschreitung, Grenze, das Seil, Balance, Impuls, beim schnellen Tauchen ins Bodenlose, einatmen, mit vollem Pinsel, satt, schwer, schwebend, Tropfen, ohne Brunst, ohne Wut, mit gleicher Drehung, den Vogel freigelassen in die Luft, ich klatsche dem Wind, der mein Haar verweht, klatsche den Haaren, werfe Steine knapp übers Wasser, die titschen mehrmals auf, in Kreisen, Echo, Spuren, Linien, gehen verloren. Wohlklang, Gesang durch offene Kehle, frische Worte, frei gesprochen, zurück zum Pinsel, mit Drehung des Gelenks die Geste halten, nach vorne frei, alle Hebel lösen, blaue Farbe fließt ungehalten, im Schwall vom Tisch, der Boden öffnet sich, Kellerluft steigt hoch, durch den Spalt zeigt auf dem Laken die Frau ihr gelbes Haar, ohne Wimpern, Ameisen laufen Parade, Fahrräder auch, geschoben, Krähen zögern noch zu landen, rufen beharrlich, „kräh", zwischen „piep piep", dicke Farbe, Vogelkacke, ins Gesicht , wo die Gesten an der Wand zertrümmern, bleibt ein Fleck, wo Gesten sich wiederholen schlingen Sie ein Häkelwerk, Wespe stolpert zwischen Gräsern, stürzt ins Wasser, rudert vorwärts, zum Stein. Der Italiener auf der Nebenbühne lädt zum Speisen, die die ein Püppchen haben reden, die die ein Hündchen haben reden. 👍

Montag, 12. Juli 2021

Invitation




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Sonntag, 11. Juli 2021

pke korrigiert

Von der Galerie aus, über eine senkrecht stehende Leiter erklommen, auf einen freien Platz gesetzt, versuche ich zuzuhören. „Rad ta ba im Punkt kata schnellt Rad begann und tannt die Häuser, lüg freuh de wann und dann im lopp die rüber wandern in gestropp. oh ha da wa die o so lot de füte loppen". Der Redner hing in der Luft, gehalten von Zweien, die ihm unter die Arme griffen. Der Turm, wuchs während des Vortrages unter seinen Füßen, reichte an ihn heran, bald stand er darauf. Alles Helfen flog davon. In der Landschaft stehen Türme, Redner lassen Blätter fallen, Papierfalter segelten davon, Falltüren klappten runter, zu Kammern, gemütlich eingerichtet an Bord, Gelenkbolzen geölt, daß sie nicht knarren, stieg Stufe um Stufe langsam hinunter, da kam ich im Feld an, Paradiesäpfel und Rhabarber, große Blätter zum verstecken, „Fang mich", Großvater kurbelt am Radio, bis das grüne Auge nicht mehr zwinkert, der Hahn bewacht auf den Hof, schüchterne Hennen, vom Blätterdach prasseln Eicheln, der Kommandant weint vor dem Ofen, in den Baracken, das Kind, zweimal vom Hund gebissen, einer war aus Holz, des Nachts davon geflogen, mit den Raben, allein verirrt, Eiskristalle puderweiß, hab mir auf die Zunge gebissen, lange sprachlos, kaum zu hören, schüchtern, vor mir Land, ohne Ernte, nach weiteren Nächten Türen, Weihnachtsmusik, es wird regnen, Papier raschelt, weißer Falter trinkt aus Blüten, einst ein Reiter, auf fahlem Ross, „The lady of the hip", weite Flusstäler, blau schimmernde Berge, Sand, Glanz, Türkis, ein kleines Körnchen Gold, das schenke ich dir, „I open that door, called welcome door. she gave me a gift", roter Rucksack, Schemel, Regenhaut, „Wozu? Ich will nichts an mir tragen", die Tür klappt zu, das Mädchen pfeift dem Vogel vor, der Vogel singt, dann die stählerne Leiter wieder hinauf, Stufe um Stufe, Angst, kein zurück, durch die Nebelküche, da brodelt Schwaden, heisses Zischen, hah, kurz in die Augen gesehen, bedrängt, hah, hah, fasst mich am Ohr, fasst ins Haar, ich falle, plumpse in den Schoß, kein Gesicht, keine Hand im weichen Nebel, liege auf Wolkenschößen, meinen schnaubenden Rössern nah, Punkt Karo ruft auf Antenne 1947, das grüne Auge zittert, das Radio spielt, Mann grüßt zum Morgen, Birkenwasser, schwarzes Haar glänzt, singt aus dem Fenster, „Wie die nie hab i ka schnie un kann doch sungen von de mär von de su da well de kommen an de werder grüße in der Tüte Überraschung mit ka ka kah i su la da me rah van nah oh tu le Küh le müh le süße knei da rüberbeeer". Ich rück die Kissen vom ausgehauchten Ofen, der wie ein Bleistift glänzt, hingehorcht!, in den Kurven quietschen Loren, auf den Bändern wandert weiche Kohle.
👍                                                                  

Samstag, 10. Juli 2021

pke korrigiert

Im dunkelsten Dunkel, nicht unter den Sternen, nicht im Universum, außerhalb, im dunkelstem Schwarz, leblos, wo bin ich, daß Ich das sagen kann, ich bin ein Wort, ich bin ein Gedanke, ich bin ein Teilnehmer, am Hörer, ein Fürsprecher, ich trage bei, ich könnte der Mann sein, ich könnte still sein, zum dritten Mal nach oben gelaufen, jedesmal ohne das Horn, wieder nach unten, vorbei an kleinen Tischen mit grell weißen Deckchen, umher gezogen, als heftiges Gewitter aufzog, von der Kaffeetafel hinunter zum Parkplatz, ich liege am Boden unter der Laterne, abnehmendes Licht, Gelbes Licht, ohne Luft, in die Ecke gesetzt, blinkender Zeiger, Schrecken, Erstaunen, Lächeln, gebe auf, Kopf durch den engen Kanal geschoben, warum soll ich Schreien?, im grellen Licht, weisse Emaille, wo bin ich?, außerhalb, Schmetterlinge umkreisen einander, Vogel pfeift gleichmäßig, hört nicht auf, Hund bellt, bellt, Hund bellt, Hund bellt, Wind rüttelt am Laden, Wind pfeift durch die Gassen, brüllt, so lange, unter die langen Haare gekrochen, im staubigen Stoff, Duft, bleiben ist der einzige Wille, immer bleiben, immer, eine Nuss knacken lang aufgeatmet, dann das Licht angemacht, unter der Bettdecke, der Regen hält Andacht zwischen den Fensterladen, spült die Blüten fort, ein Blatt fällt, ich dachte ein Vogel fällt aus dem Nest.
👍

Freitag, 9. Juli 2021

pke korrigiert

Das unterschreibe ich nicht. Nicht zu dem Preis. Blanche. Rückwand weiß, alles auf Kante, auf den Stapel, in den Verschlag, sortiert, trocken gehalten für später, das ist getan. Den Stuhl nicht unter den Tisch stellen, siehst du, ich habe die Beine ausgestreckt und schränke die Hände hinterm Kopf, bequem abwarten während Boote vorbeiziehen, an den roten Fassaden, die Räume, Rosa, Grau, Gold. Das trockene Holz der Verschläge, das trockene Papier, der Staub. Feder in Tinte getaucht. Pinsel in Tusche getaucht. Ruhe, vor der Bewegung. Rundungen gegen Richtungen, schnurgerade, eingeteilt, Felder bestellt, gepflanzt, sortiert. Auf den Stapel im Verschlag, Haufen, in der Ecke, geformt, Dreieck, abschüssig, die trockene Farbe, der trockene Stoff, Boden, Dielen, Bohnen., Kaffee, Teppiche, ich pfeife, eine Note, eine andere Note, zum Schluss, auf und ab, Grundton B, Arme recken, Beine strecken, kippeln, Stuhlbeine fest, bau noch einen Verschlag, der Raum ist da, vergiss nicht, Eimer, schwarze Eimer, da drin kleine Schnipsel, verworfen, zu fett, zu elegant, zu rüpelhaft, ohne Seitenstrich. Hab meine Matrosenbluse an und schaue runter, auf große Kähne, Tuten, schau nach kleinen Booten mit Wimpeln, Schornsteine, im Wasser und an Land, was stürzt, was untergeht, entscheide ich nicht, die alte Pfeife pfeift nach dem Hund, Drecksack kommt selbst, Schutzmann untätig, fahre los, Kehle ist trocken, bald an der Kreuzung, in der Kanzel, Kamera, Schwenk, schwenkt auf César, Citronella, Daniel, Diane, Emil, Fritz, Fiona, Gertrud, Gisela, Annabel, Aide, Bertha, mehr geht nicht, könnte noch den viertel Noten Namen geben, meine Hand schmiegt an der Kante, Adressbuch, Unbekannte drin, wie spannend, habe schon drei César eingeladen habe, und auch von allen anderen Drei, dürfte schwierig werden, Tische sind nicht lang genug, am runden Tisch die Viertel, am langen die Ganzen. Mit spitzen Fingern, greift Niklaus in das Fass, taucht den Kurator rein, hält ihn am Schopf, steckt ihn zum Trocknen an die Tapete, die Tinte tropft. Er taucht sie Alle nacheinander ein, erst mal Kriegen schreien Sie, ein Viertel rutscht auf halber Strecke, fällt ins Ganze.  
👍

Donnerstag, 8. Juli 2021

Fwd: jpf



Anfang der weitergeleiteten Nachricht:

Von: gerhard missler <homer.basalt@t-online.de>
Betreff: jpf
Datum: 8. Juli 2021 um 18:16:22 MESZ
An: gerhard missler <homer.basalt@t-online.de>

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Vernissage

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Vernissage

der Ausstellung



Cave of Mahakala

Installation



am Samstag

7. August

15 h



34225 Baunatal

Altenbauna

Neue Straße 4

hinter dem Haus im Garten






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Mittwoch, 7. Juli 2021

Vernissage

Vernissage

Installation

Cave of Mahakala


Samstag 7. August 15 h

34225 Baunatal
Neue Straße 4

hinter dem Haus im Garten



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Das Ding stellte sich mir in den Weg, dann wurde das Ding schneller, dann wurde das Ding langsamer, ich konnte ihm ausweichen, Hintergrundrauschen störte, Schuhe waren zu laut, Ferngespräche, Leitungen lagen stundenlang tot, abgefragte Zahlenkombinationen erwiesen sich als falsch, Enten zankten, andere Vögel, beharrlich, Motoren, Räder auf den Fluren. Es pfiff von oben, in zwei Meter Höhe lastend, schwere Luft drückte, lag obendrauf. Ich hielt die Luft an, schluckte, mit freier Kehle hohe Töne, dem Wunsch gehorchend, Wind, verblies das schwere Feld, auch meinen Ton, verblasen, nicht mehr lastend, fliegendes steigt auf, schweres bleibt hernieden, bewahre mich vor stürzend schwerer Last, lieber mit leerem Kopf als bös zerschlagen, vergiss, nur vereinzelt Töne, kein Reden, beharrliches Rauschen, stört kaum noch. Da ein Appell, nett vorgetragen als Gezwitscher, Blei am Senklot gründet in dem Sumpf, zwischen Wasserlilien gluckert es, mit einem Mal umarmt es mich, geborgen, mein Herz verschmilzt, ich halte es, es sich räkelt sich, die Hand im Wirren Suchen findet meine Schulter, die Finger krallen sich daran, sucht der Augen Gegenlicht, es strahlt, entzückt, die Beine treten in die Luft, ich geb dir Gegenlicht, ich gehe dann, alles liegt in Flammen, Tonleitern, brechen ab, Standbein, komm, ohne Trommeln geht es nicht, mal es nicht aus, umkreise es, hör wohin es geht, geht es der Katze nach aufs Dach?, schau zu, der krumme Rücken der im Mondlicht steht, Kraft steht auf dem Dach, lass Stühle bringen, schenk Wein aus, Leute kommen, stehen in der Runde, Fliege erkundet lila Strumpf am Knie, Schmetterling flattert Kurve, Kind ruft, „Da kommen Sie". Geschmetter, goldenes Blech, die Gruppe hüpft, Karneval, schiebt sich durch die Menge, im Stand Gesang, Zimbel, Rosshaar streicht über Geige, Luft im Balg, Finger huschen, mit Kuppen und Gelenk, Wänster lassen Seele raus, die Augen wach, die Ohren aufgestellt, lächeln beim Vergnügen, im Schwaden, auf ausgetretenen Pfaden, loben dies und das, hinter der Hand gesprochen, ohne Betonung, bezahlt, Geldschein auf die nasse Stirn, Ziegel fällt vom Dach, Scherben, Horn erschüttert, brabbelt mit, Lippe ungezügelt wechselt Klang, geht auch, wie Gekrakel in der Luft, Leitern, hochgestiegen 87 Stufen, zum Fähnchen schwenken, Seppelhosen, und gewinkt, Held, schmächtiger Junge, Leiter gelehnt, das Winkeärmchen schüttelt hoch in der Luft, Horn, blas eine Allee, Bäume aufs Geratewohl. 
👍

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Das Ding stellte sich mir in den Weg, dann wurde das Ding schneller, dann wurde das Ding langsamer, ich konnte ihm ausweichen, Hintergrundrauschen störte, Schuhe waren zu laut, Ferngespräche, Leitungen lagen stundenlang tot, abgefragte Zahlenkombinationen erwiesen sich als falsch, Enten zankten, andere Vögel, beharrlich, Motoren, Räder auf den Fluren. Es pfiff von oben, in zwei Meter Höhe lastend, schwere Luft drückte, lag obendrauf. Ich hielt die Luft an, schluckte, mit freier kehle hohe Töne, dem Wunsch gehorchend, Wind, verblies das schwere Feld, auch meinen Ton, verblasen, nicht mehr lastend, fliegendes steigt auf, schweres bleibt hernieden, bewahre mich vor stürzend schwerer Last, lieber mit leerem Kopf als bös zerschlagen, vergiss, nur vereinzelt Töne, kein reden, beharrlich rauschen es, stört kaum noch. Da ein Appell, nett vorgetragen als Gezwitscher, Blei am Senklot gründet in dem Sumpf, zwischen Wasserlilien gluckert es, mit einem Mal umarmt es mich, geborgen, mein Herz verschmilzt, ich halte es, es sich räkelt sich, die hand im wirrem suchen findet meine Schulter, die Finger krallen sich daran, es sucht der Augen Gegenlicht, es strahlt, entzückt, die beine treten in die Luft, ich geb dir Gegenlicht, ich geh dann, alles liegt jetzt in den Flammen, Tonleitern, brechen ab, Standbein, komm, ohne Trommeln geht es nicht, mal es nicht aus, umkreise es, hör wohin es geht, geht es der Katze nach aufs Dach schau zu, der krumme Rücken der im Mondlicht steht, Kraft steht auf dem Dach, lass Stühle bringen, schenk Wein aus, Leute kommen, stehen in der Runde, Fliege erkundet lila Knie, Schmetterling flattert Kurve, Kind ruft, „Da kommen Sie", Geschmetter, goldenes Blech, die Gruppe hüpft, Karneval, schiebt sich durch, im Stand Gesang, Zimbel, Rosshaar über Geige, Luft im Balg, Finger huschen, mit Kuppen und Gelenk, Wänster lassen Seele raus, die Augen wach, die Ohren aufgestellt, lächeln beim Vergnügen, im Schwaden, auf ausgetretenen Pfaden, loben dies und das, hinter der Hand gesprochen, ohne Betonung, bezahlt, Geldschein auf die nasse Stirn, Ziegel fällt vom Dach, Scherben, Horn erschüttert, brabbelt mit, Lippe ungezügelt wechselt Klang, geht auch, wie Gekrakel in der Luft, Leitern, hochgestiegen 87 Stufen, zum Fähnchen schwenken, Seppelhosen, und gewinkt, Held, schmächtiger Junge, Leiter gelehnt, das Winkeärmchen schüttelt hoch in der Luft, Horn, blas eine Allee, Bäume aufs Geratewohl. 
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Cave2

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Dienstag, 6. Juli 2021




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„Lass den Seelenesser nicht hinein“, ich ass die letzte Dattel, dem Dämon hinterherzujagen kostete mich Mühe, ich werfe ihm etwas in die Knochen, füttere ihn mit Brei, wenn er satt ist, wird er schon gehen, oder gebe mich ihm ohne Seele, die tue ich vorher in den Kasten, im leeren Haus, da bleibt er nicht, er schleicht so heimlich, daß du ihn nicht merkst, schon bist du die Seele los, vor dem Tisch da sitzt er, er träumt von allzu zarten Seelen, denkt sich Seelen aus, dann bin ich es der den Hunger hat, besessen. Er nimmt den Stift, kritzelt, murmelt, kritzelt vor sich hin und murmelt. „Was heckt er aus?, schleich nur herum, ich schleich dir nach“, als ich ihm so nachschlich, „Könnt’s du nicht meine Seele sein“, er fleht, er bettelt, „Geübt, gelernt habe ich, wie Wächter umzustimmen sind, dir raubt man nichts, du gibst nicht her, Geizhals!“, „Schleicher, schlag mit der Faust solang du willst, ich pariere“ „Kommt nicht in Frage, das Duell, ich muss die anderen Seelen suchen und schau im Schränkchen nach“. „Da liegen ja die Seelen, platt in Spitzen, wie Bildchen von der Andacht mitgebracht, zwischen den Brillen, auch Helden, was für ein Fang, ich tausche gerne, hin und her, gewechselt, vergraben, geb mich zufrieden, der Tisch ist frei“. Ohne Seelen, ohne Dämon, Tag, da alles leer ist, alle Möbel gleich wieder verschwinden, alles Schmecken vergangen, kalter Kaffee. Die Fenster auf, mein Dämon trägt schon Glatze, meine Seele wird zum Weib, sie geht zu Tanz, zusammen wie verrückt im Kreiseln. Ich schlage mit den Fingerkuppen den Takt aufs Fensterbrett, die Fidel schickt die hohen Töne rüber, brummig tönt das Horn, da klimpert es, unterm Busen wölbt mächtiger Gesang, erschüttert bald den Raum, die Geranien hören zu, ganz still, wie lieblich der Gesang erbaut, die Seele klettert an den Reben hoch, schaut auf die Geranien runter. Der Dämon sammelt auf der Straße auf was glitzert. Beseelt, so ausgestattet lasse ich alles liegen, kleide mich mit bunten Schürzen, rupfe das Kalenderblatt. Kalter Kaffee, Tisch verschwindet, Wald, Bäume gleichen Pfosten, blank gehobelt, die Sonne wandelt gegen Westen, versteckt die Häuser, eine Frau trägt Schürze.     
👍

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„Lass den Seelenesser nicht hinein“, ich ass die letzte Dattel, dem Dämon hinterherzujagen kostete mich Mühe, ich werfe ihm etwas in die Knochen, füttere ihn mit Brei, wenn er satt ist, wird er schon gehen, oder gebe mich ihm ohne Seele, die tue ich vorher in den Kasten, im leeren Haus, da bleibt er nicht, er schleicht so heimlich, daß du ihn nicht merkst, schon bist die Seele los, vor dem Tisch da sitzt er ja, er träumt von allzu zarten Seelen, denkt sich Seelen aus, nun bin ich es der den Hunger hat, besessen. Er nimmt den Stift, kritzelt, murmelt, kritzelt vor sich hin und murmelt. „Was heckt er aus?“, schleich nur herum, ich schleich dir nach, als ich ihm so nachschlich, „Könnt’s du nicht meine Seele sein“, er fleht, er bettelt, „Geübt, gelernt habe ich, wie Wächter umzustimmen sind, dir raubt man nichts, du gibst nicht her, Geizhals!“, „Schleicher, schlag der mit der Faust solang du willst, ich pariere“ Kommt nicht in Frage, das Duell, ich muss die anderen Seelen suchen und schau im Schränkchen nach, „Da liegen ja die Seelen, platt in Spitzen, wie Bildchen von der Andacht mitgebracht, zwischen den Brillen, auch Helden, was für ein Fang, ich tausche gerne, hin und her, gewechselt, vergraben, geb mich zufrieden, der Tisch ist frei“. Ohne Seelen, ohne Dämon, Tag, da alles leer ist, alle Möbel gleich wieder verschwinden, alles schmecken vergangen, kalter Kaffee. Die Fenster auf, mein Dämon trägt schon Glatze, meine Seele wird zum Weib, sie geht zu Tanz, zusammen wie verrückt im Kreiseln. Ich schlage mit den Fingerkuppen den Takt aufs Fensterbrett, die Fidel schickt die hohen Töne rüber, brummig tönt das Horn ein, da klimpert es, unterm Busen wölbt mächtiger Gesang, erschüttert den Raum, die Geranien hören zu, ganz still, wie lieblich der Gesang, erbaut, die Seele klettert an den Reben, schaut auf die Geranie runter. Der Dämon sammelt auf der Straße was glitzert. Beseelt, ausgestattet lasse ich alles liegen, kleide mich mit bunte Schürzen, rupfe das Kalenderblatt. Kalter Kaffee, Tisch verschwindet, Wald, Bäume gleichen Pfosten, blank gehobelt, die Sonne wandelt gegen Westen, versteckte Häuser, Briefkästen, eine Frau die Schürze trägt.     
👍

Montag, 5. Juli 2021

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Unterm Eichenbaum brüstet sich die Wiese, mit weißem Klee, ganze Inseln. Wind geht in Verbeugung über, behütet Köpfe, ich verneige mich. Die zarten Finger fallen nicht in meine Hand, mit weißem Netz sind sie umgarnt, allmählich darf ich wiegen. Ich halte sie fest, sie entziehen sich, hebe den Kopf, duftend flüsterst unter dem Näschen, der Schirm wackelt, sie kichert, angetragen gibt sie nach, liegt mir im Ellenbogen, zwickt mich beim Erwachen, räkelt sich, greift ganz frei. Wolkenschiffe treiben, geräumig, es bläst Wind. Ich wende mich, blase die Backen auf, markiere, ich verkneife mir die Worte, will den Zwickel nicht. Hinten in der Ecke sitzt der Wächter auf dem Stuhl, der gestern mir am Tische saß, den schicke ich vor die Tür, „Ab in den Wald!“. Ich wittere, die Nasenflügel zittern, im Stollen zieht es, kopfwärts krieche ich zur Maus, ziehe ihr am Schwanz den Speck. Dann traf ich den Korkensammler, dann traf ich den Deckelsammler, alle kamen sie zusammen, setzen mich dazu, „Maul nicht, noch einmal Suppe“. „Bleibe lieber bei der Maus“, ich eile an der Sockelleiste lang, mit unsichtbaren Schuhen, im Museum gleich im Gang, Besucher beugen Köpfe vor. Vor meinem Bild, umgarnt im weißen Zwirn, taucht Sie wieder auf, ich halte mich verborgen, in ihrem Blick ist Raum, der aus dem Bild genommen, sich weitet, hin zu dem größeren Raum. Nun ruht sie aus, ich begleite sie zur Kutsche, dann die Allee, im Trab, die Gäule, die Kutsche rollt. Ich setzte mir zum ersten mal den Kneifer auf, sie schmunzelt, eine Libelle rudert über meiner Hand, betrachtet Manschetten und die Haut.
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Sonntag, 4. Juli 2021

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Nun war ich im schwarzen Berg und schritt durch die Gänge. Es war nicht dunkel. Wie ein Regentag auf einem warmen Planeten. Die Gerüche der frühen Kindheit dabei. Kohle. Teer. Als ich an den Wänden vorbei strich tauchte ein Fenster auf. Das Fenster, das auftauchte, mit kalten Eisblumen bedeckt, begleitet mich. Ich berührte es nicht. Ich hauchte es nicht an. Es blieb geschlossen und stumm. Da kam ein Servierwagen und stand still. Ich nahm ein Croissant, nahm einen Kaffee und etwas Milch. Schnarrend klang die Trommel hinter der Kurve und das Geplauder kam von den Mädchen die durch den warmen Abend nach einer kurzen Schauer die Strasse entlang gingen. Es genügte um im Berg voranzukommen. Im Schutz der Wände gelangte nichts hinein, das nicht schon da war. Und das war alles. Ich trank den Kaffee, aß sehr langsam. Als Sie an mir vorbei kam, strich ich mir die Strähne von der Stirn. Ihre Haare, schwarz und glatt mit Mittelscheitel auf den roten Lackmantel fallend, rutschen hin und her. Jetzt sollte im Off gekichert werden. Stattdessen prusten. Der Bogen strich über die Saiten und ruhte. Hier endet eine Straßenbahn in der Schleife. Ich setzte mich. Ich wusste, daß hinter mir nur Schwarz war. Ich wusste, daß wenn ich mich umsah kein Schwarz mehr war. Das gelbe Schild griff nach meinen Augen. Gelb aus dem Dunkel. Roter Backstein ihm Licht aus Mond und Lampe. Ächzende Bahn noch weit weg. Ich hatte keinen Kaffee mehr und ging zurück. Der gewohnte Gang im Schacht des Berges, mühelos mit Würde, unter dem Gewölbe, das dem Trommeln von Außen trotze. Oh wie schön. Vor dem Drohen geschützt ging ich voran.

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PUNKT KAROS ECHO

Band 1


 
















punkt karos echo

Band 1














































„Müll" sagte der Vogel. Dachte ich mir. Kann das Bunte gebrauchen. Einen Sack voll. Ich ziehe. Hier in der Sonne glimmert das Metall. Als ich mich bückte faucht ein Schwarm Bienen. Ach! wie weit ist die Welt. Möchte platt werden und scheppern. Kann durch die wabernde Glut nichts sehen. Ach Titan. Klingt ja noch im Ohr. 















Mein Klopfen bewirkte nichts. Meine Trommeln hatte ich noch nicht. Meine Trommeln konnte ich nicht schlagen. Habe für morgen den beigen Anzug vom Bügel genommen. Wenn ich das Gedicht vortrage will ich gut aussehen. Ich sah in die Wüste. Scheuchte die Fliege. Windstiller Tag. Ohne Geräusch kommt er und erobert die Zeit die ihm bleibt. In Form zu bleiben gedeihe ich unter kalten Schauern. Alles wiederholt sich Tag für Tag. Ich kämme mich, füttere die Vögel, die hier ihre Nester haben. Ich sehe sie nur Nachts. Tags sehe ich keine Vögel. Wenn ich in der Wüste stehe und aufstampfe sehe ich manchmal den Papagei. Ich bringe ihn zurück zum Kiosk und füttere ihn mit Erdnüssen. Er zerzaust mir die Haare. Ich streiche sie wieder glatt. Vom Kiosk aus sehe ich durch die Wüste bis hin zu den Hügeln. Ich war da schon mal graben. Durch die offene Tür ging ich nicht. Ich sage dir jetzt, nicht jedes Wort ist ein Echo. Eins ergibt nicht das andere. Als Dank bekomme ich etwas zu trinken. Jeden Tag fliegt der Vogel fort. Nicht immer bringe ich ihn zurück. Er sagt mir, daß sie bald Gleise legen hin zu den Hügeln. Dann kann ich nochmal dahin. Ich packe mir Brote in die Dose, lege sie in den Rucksack. Als ich die Tür öffne, geht gerade ein Anderer auch hindurch. Wir berühren uns mit den Schultern.
Ich würde Blüten treiben wenn ich könnte, Tränen weinen, wenn ich könnte. Dürre, und Lähmung aus Schwermut. Wenn ich die Augen schließe versuche ich es zumindest. Zu fliehen. Mir fehlen die Abzweigungen. Ich merke zumindest eines. Was ich ersehne liegt weit außer mir. Wie ein Tropfen herabfallen möchte ich wenn ich schwer genug bin. Mich im Wind auflösen möchte ich. Das herrliche Kristall sein möchte ich. Die Schneeflocke. Die Eisblume. Liegenbleiben und aufgeben was mich knechtet ohne zu sterben. Kann er nicht einfach verschwinden der Leib. Ich klappere so lange ich kann und wenn die Beine tappen, springen, wenn die Treppen, abwärts hüpfend, gelingen, den Abhang springend, abwärts wie ein Reh, wenns gelänge, dann Jugend blüht. Das Pralle gegen den Rost. Das Verrottete stolz besuchen. In alten Häusern durch die Keller streunen, Kartoffeln riechen, Kohlenkeller, Rohre, Leitungen, Fenster die nicht schließen und von draußen herein ein Lüftchen, atmen und freuen. Die hintere Treppe genommen. Mutter ist oben. Hab dreimal geklingelt und darf rein. Den Kaffee aus den Sammeltassen getrunken. und Hoffnung immer hier zu landen nach dem Spazierengehen. Oder im Garten. Wie wenig Zeit doch bleibt. In die Enge getrieben. Wenn kaum noch Wunder geschehen, kaum noch Träume wahr werden. Wo kauf ich mir neue. Hilft es wegzugehen? Einen kleinen Koffer zu packen. Sich zum Fremden wenden. Sich ein Tuch übers Gesicht zu legen und zu gehen bevor ich tot bin. Das geht gut solange ich unerkannt bleibe. Bibliotheken und Schwimmbäder besuchen. Und immer den denselben roten Fahrstuhl. Solange die Betten im Lazarett schweigen, die Nachtschwestern durch die Schlafenden streifen ohne dass einer stöhnt, solange will ich dem Schlaf huldigen. Keiner soll leiden, alle schlafen und draußen die Nacht ins Blei gegossen, dass die Sterne stehen bleiben. Wie doch alles flieht. Würde gern mehr zusammenhalten, wenns mir gelänge. Einen ganzen Arm voll. Und du Mädchen, ja du mit den lachenden Augen, wie du mir gefällst. 

Nun war ich im schwarzen Berg und schritt durch die Gänge. Es war nicht dunkel. Wie ein Regentag auf einem warmen Planeten. Die Gerüche der frühen Kindheit dabei. Kohle. Teer. Als ich an den Wände vorbei strich tauchte ein Fenster auf. Das Fenster, das auftauchte, mit kalten Eisblumen bedeckt, begleitet mich. Ich berührte es nicht. Ich hauchte es nicht an. Es blieb geschlossen und stumm. Da kam ein Servierwagen und stand still. Ich nahm ein Croissant, und nahm einen Café und etwas Milch. Schnarrend klang die Trommel hinter der Kurve und das Geplauder kam von den Mädchen die durch den warmen Abend nach einer kurzen Schauer die Strasse entlang gingen. Es genügte um im Berg voranzukommen. Im Schutz der Wände gelangte nichts hinein, das nicht schon da war. Und das war alles. Ich trank den schwarzen Café. Ich nahm mir etwas Milch. Ich ass sehr langsam. Als Sie an mir vorbei kam strich ich mir die Strähne von der Stirn. Ihre Haare schwarz und glatt mit Mittelscheitel auf roten Lackmantel gelegt rutschen hin und her. Jetzt sollte im Off gekichert werden. Stattdessen prusten. Der Bogen strich über einige Saiten und ruhte. Hier endet eine Straßenbahn in einer Schleife. Ich setzte mich. Ich wusste dass hinter mir nur Schwarz war. Ich wusste, dass wenn ich mich umsah kein Schwarz mehr war. Das gelbe Schild griff nach meinen Augen. Gelb aus dem Dunkel. Roter Backstein ihm Licht aus Mond und Lampe. Ächzende Bahn noch weit weg. Ich hatte keinen Kaffee mehr und ging zurück. Der gewohnte Gang im Schacht des Berges mühelos mit Würde unter dem Gewölbe das dem trommeln von Außen trotze. Oh wie schön. Vor dem Drohen geschützt ging ich voran.

Erde gegessen. Mit trockener Zunge. Steine geleckt mit feuchter Zunge. Wasser geschlürft. Ganze Menge. Da glänzt die Sonne im Wasser. Das alte Laub schwimmt. Schon Schleim zu sehen. Unter der trägen Haut kriecht etwas am Boden im Schlamm. Wieder Wände. Ich lege die Hand daran. Kühl. Ich höre mein Klopfen dumpf. Kein Hall. Keine Leere. Brich etwas heraus lockte es, mit der Hand voll schwarzer Erde in den Mund. Kann sein dass etwas Moos dabei war. So roch es. Was kümmert dich das weisses Tuch unter dir. Willst schlafen. Nein. Will weitergehen. Die nächste Pfütze prüfen, nach Sternen sehen im Berg. Das muss der Hufschmied sein, der schlägt den hellen Klang am Fuß. Ein Sack voll Eicheln lehnt und kippt zum Fressen. Ich kam vorbei, wütend grunzend kam das Tier. Ich knöpfte mir die Jacke zu. Das leichte weisse Tuch. Bald geht das Schiff vom Hafen nach Norden weg ins Eismeer. Ich weiss, dass ich an Bord den ganzen langen Landweg nachgelesen habe. Um dann voranzugehen in kostbaren Gewändern. Der Gang, aus dem ich kam, verschloss sich wieder. Der Störung trotzend griff ich wieder an die Wand und fühlte Kühle, erneut. 

Ja.Ich habe rosa Pupillen. Ein feines Glas ist das. Die Perlen aber Rubin. Klebrige Tropfen auf dem Moos der Mauer. Ich habe weisse Haut. Ich schreibe dir bald auf meine Weise, was ich noch möchte. Keine Langeweile. Liste für Liste. Auf die Haut geschrieben. Die letzen Schritte bergauf mit rosa Augen. Auf dem Moos der Galerie liege ich an die Wand geschmiegt. Meine schönen Augen, die stelle ich mir vor. Ich hocke davor, stütze mich auf die Hände beim anschauen. Du hast dich in Loden gehüllt, bist kein Jäger. Nein, will ich auch nicht sein. Sieh jetzt dahin. Nicht mir in die Augen. Ich liege schon lange auf dem Rücken und strecke die Beine. Das weisse Kaninchen hat rosa Augen, sitzt neben mir, ich kann es anfassen. Echos klingen, vom Ufer drüben. So will ich schlafen, sag ich beinahe trotzig schliesse die Augen, die Lider. Lege auch die Hand noch drüber. Ich bin schon tief im Berg, das fühle ich und garnicht willig anderswo zu sein. Das ich bald, wenn ich wieder aufgestanden bin, hin zu der nächsten Biegung, den sich stetig wandelnden Gang, nur noch im Türspalt durch spähen finden, will ich nicht wissen, das soll nicht sein. Dort gibt es Türen, flüstert der kleine Vogel ins Ohr. Steig auf und schäl dich aus dem Jägerloden. Wickel dich in Tannenbäume, wen du kannst. Wir fanden keine Welt, die dir zu Füßen lag. Nur die kleine Kugel, die warm dir in der Hand liegt und dich schmeichelt wenn du vorwärts schreitest. Töne willst du mir vom hellsten bis zum tiefsten blasen. Das ist gerecht. Nun da ich unverzagt und ledig schweren Stoffes wie hohler Wind geformt aus Schattentuch, das unverbrannt noch Formen zeugt, so lange und wenn es brennt, sich noch entscheiden kann, lieber in den stillen See zu tauchen, als nasser Lappen mir zur Kühlung. Nun da der Mantel weg, trag ich zwei bunte Säcke links und rechts am Hosenbein und bin mit nackter Brust doch gut gerüstet. Denn warm ist hier der Stollen. Auf gehts voran, da oben hör ich Stimmen, die mir sehr vertraut, wie ein schönes Lied, den Abend bis zum Morgen bringen. Bald werd ich sehen, Licht in Kammern, neben meinen Gängen, Sonnen werden auch da sein, wo ich genug der Sterne hab gesehen, will ich im Gleißenden ein wenig summen. Da brummt es schon im Gang, riecht nach frischen Blättern. Es ist bald Mai.

Ja. Da stand es. Das Haus. Eben um die Ecke, unvermittelt, eine Hecke. Ziegelstein rot. Mehrgeschossig. Ich kletterte hoch, fasste das Geländer, zog mich nach. Drei Schritte, frei. Dritter Stock. Auf halber Höhe Blick aus dem Fenster. Trara mit Geschmetter. Die Blumen zu Kränzen ins Haar geflochten, fertig, die Sonne scheint fett, Nussöl ins Gesicht und die erste Kugel Eis. Vorher übers Geländer runtergerutscht. Ich sah mich aus dem Haus flitzen, aus dem offenen Fenster, Klo auf halber Treppe, ich rief, dies und das, Blödsinn, laut, versteckte mich. Die Treppe knarrt. Sie wusste daß ich saß und las, schimpfte, ging wieder. Es ging weiter im Gelände, rund ums Haus, holte mir noch Stachelbeeren vom Busch, brachte die Bücher zurück, voller Stempel. Fünfzig Pfennig abgeholt, heimlich von Marie. Nylons, Lippenstifte, Käse Dreiecke, alle Sorten, Radio, Musik, bald Mittag, Erbsen und Klößchen, Salat aus dem Garten. Nachher lehnte mich zurück, fand eine Nische im Weichen, schloss die Augen, das Abendspiel, fahr ab Zug, lass mich zurück, hab meinen Koffer nicht dabei. Harte Kante, schneller Tag, geht, Blumen in kleine Vasen gesteckt, verteilt auf leere Tische, unbesetzt. Kann ein einziger Strich mit einem hellen Licht mir Zeichen geben, abgefahren, tausche lila Handschuh gegen grünes Kleid, angemeldet sind wir, dann nichts wie los, harmlos, rennen, Gekicher, da konnte ich hüpfen, mit einem Satz, „Ja", das Wort. „Die Wand steht auf der Grenze", sagt einer im vorbeigehen, rennt, die Kasse klingelt. Die Kleinigkeiten, zugespielt, tausche ich um, verneige mich höflich, „im Moos gewesen, ohne, schön, Schuhe, wenn sie nicht drücken, sind zum laufen". „Warum Milchkannen schleppen, geh zur stählerne Kuh, drüben, hol dir Buttermilch". Moos bleibt links, Galerien rechts, jetzt folgt Fenster auf Fenster, da, rote Geranien. „Legst du mir ein Taschentuch raus". Ein Maisträußchen reingetan. Waldmeister, Brausepulver aus der Hand geleckt. „Zerr mich, spann mich vor den Wagen, zieh mir die Ohren lang, flüstere, da draußen". Ich neige mich über den Duft, verbringe eine Weile auf der Bank davor, blicke durchs Weinlaub, die Luft, eine heiße Glocke, der Lärm eingemauert in Schweiß, lege mich hin und blinzele, zwischen den Latten hindurch, Schattenwurf, tauche hinein, Kühle, ohne das Wind geht, Seufzer vom Bordstein, klackende Absätze, schäle mich aus dem Kleid und liege barbrüstig im Rock. Eine Ledertasche tragender Mann kommt gemächlich über den Platz, ich blicke ihm nach, schlanker Junge, barbrüstig, auf einer Bank im Weinlaub. Nach langer Weile, unweit das Haus, mault die Tür, klickt, fällt ins Schloss, Lüftchen raschelt im Laub, ich will es mit den Fingern fangen. Bin hinterher, die Tür mault wieder, ich im Haus, eiskalter Terrazzoboden, kühle Wände, sitze am Boden, lege die Wange an, verharre, wechsele auf die Stufen. Das Haus bleibt still. Ich gehe die Stufen rauf. Da oben hallt ein Schritt. Der Mann mit Ledertasche kommt die Treppe herab, grußlos, mit gesenktem Haupt, der lange Mantel bauscht sich beim Gehen, die Türe mault, klickt ins Schloss. Ich lange in die Hosentasche, drehe das fünfzig Pfennigstück zwischen meinen Fingern.

Weil der Tag wegblieb fuhr ich weiter durch die helle Nacht im dunklen Berg. Pläne in der Tasche. Hielt Ausschau nach Bekanntem. Eine langgezogene abfallende Kurve unter hervorragenden Geschossen, mondfarben. Surren. Mache die Reise nicht zum ersten mal, bin hunderte Kilometer gefahren um eiskalten Schnee zu essen. Lache den Berg hinauf und taste mich hinunter. Im Dunklen Pilze geholt, Tannen versohlt, Wegweiser ins Holz getragen, Rinden gestreichelt, Eschen gegrüßt, in einer Gondel geschlafen und teerige Decken über mich gezogen, da haben sie heimtückisch einen Kübel eiskaltes Wasser auf mich geschüttet. Ich finde das Haus nicht, haben sich alle versteckt und kichern, wollen nicht getröstet werden. Tischdecken gefaltet, Rosen geworfen, Heu brennt, Rauch übers Feld geblasen. Kurbele die Fenster runter, bretthart, im gleichem Tempo, schnurgerade, gelbe Garben, gezirkelt, Kartoffelfeuer glimmen unterm Schwarz, weißer Rauch, vom Balkon geworfene Zettel, aufgemalte Ziele, eingetretene Türen, Balken zum wieder gebrauchen, vielleicht das nächste mal. Der Tag kam wieder, erst jetzt bemerkt, Seeigel stinken im Spind, da, eine geteilte Wolke. Zwischen zwei Fenstern Platz genommen, drehe dem Tag den Rücken zu, klappe die Bank runter, baumele, schaue mich um. Bergauf gekommen, war noch nicht im Eis. In der Stadt schon einige getroffen die Kletterausrüstung trugen. Ich blieb derweil hinter den schmiedeeisernen Toren, bekam einen Zettel zugesteckt, Obergeschoss mit Blick auf den Fluss, eine Einladung der ich nachging, in der Hand eine Rute die ich sausen liess. Herrlicher Blick von hier oben auf den Hafen und keine Ahnung wie es zurück ging. Ich drückte mir die Nase platt, da fuhr der Zug ein. Ich eilte aus dem Bahnhof, hatte ungefähr das Profil im Kopf, links halten, leicht bergauf die große Straße, nicht in den Seitenstraßen verloren gehen, mit müden Beinen im Abend stranden ohne das Heim, die Tür aufschließen, die Stiegen hinauf bis zum Ende, blitzschnell schon dunkele Nacht. Auf dem Bett starre ich unter die Decke, von Nest zu Nest, zähle die Vögel, darunter ganz Bunte, die brüten heimlich, bemerkte sie nicht, jetzt aber, da das Becken voller altem Wasser dem feuchten Raum ein Antlitz gibt, zu traurig hier zum planschen. Das soll das Heim sein, jetzt, zur Zeit, habs gewollt, gefunden und vergessen, wird schwierig. Da öffnet sich die Tür an der ich schellte. Ein Freund gleich gegenüber, herzlich werd ich reingeholt, Musik dringt durch die Räume, Frauen, die mit mir reden, ach ja, Rauch von Tabak, wie noch Hoffnung war. Nichts mehr davon. Wie weggefegt. Saß eine Weile bei den Leuten, war zufrieden. Als ich dann noch höher stieg, den Treppen folgte, die Luke zog, auf den Boden unters Dach stieg, dass man mich nicht findet, da, ein Raum der weiterging als nur gedacht, quer über alle Häuser in der Zeile und wieder gruselig, kein Mond mehr, schwarze Nacht, kein Stern mehr da, waren wieder nasse Decken und Lager nur aus Not genommen, ruhelos, das heißt, das ich nicht bleiben kann.

Gefaltet, mehrseitig bedruckt, in kleinen Stückzahlen, auch Aufkleber, Knopf, montiert über dem Schaufenster, das zerschlagen zu blinden Brocken Glas hinter dem Scherengitter liegt, tote Fliegen, wo Jammernde verschimmeltes Brot essen sollen, singende Nonnen färben ihr Haar rot, verteilen die Brote, schieben knarrende Wagen, jeden in eine Kammer, kleine Zimmer in Reihe, mit Ausblick auf die nächste Reihe. „Verbrenn dir die Hand nicht in der Lampe", die blaue Sonne auf die schmale Brust gerichtet, zusammengekauert abwartend. In der Tür stehend wird vorgelesen, den Mund voll Schlamm, schmiere ich mir das Gesicht, Sonnencreme, Ohrenschützer morsen, Blutwallung pocht, still im Sitz, auf den Pferderücken, breiter Himmel, an dem Halfter farbige Bänder, klingende Glocken, galoppieren, wiehern, blondes Haar wie Stroh, hineingebissen, zwischen den Zähnen, hängen geblieben, „Aua". „Von heute an seid ihr Zwerge und tut was ich sage" sagt der Vorführer, bindet farbige Bänder ans Halfter, zieht den Colt, „Peng", ich trage Federschmuck, die Gute hat ihn mir gemacht, Bunte sind auch dran, mit geschlossen Augen, im Kreis, geschoben, den Finger ausgestreckt, auf Geheiß, der Andere hat zugebissen, wie dumm ich bin. Die Nebelkammer droht, wie ward das Kind so schnell verloren, klettert steile Stiegen, singt brav mit falschen Worten jedes Lied, wohlan, jetzt greift mit scharfen Krallen, der über mir. Steigt im Winter gegen frostige Scheiben, haucht, atmet meine Luft mir weg, wenn die Nacht mit wachen Augen durchgesehen, wo bleib ich hängen? Mal faucht der Wind, dann schüttelt nur ein Haken mir die Hand, ein Buch zum Schmökern, eine Funzel reicht, verschlinge es, dann werd ich nicht verschlungen, es reicht mir schon im Putz zu kratzen, ausgehöhlt erinnert mich die Wand wo ich aufgehört, um fortzufahren, bis ich durch bin, „Stets verbunden", sagt die Wand, kennt keine Wunden, ist bereit, würde auch stürzen, polternd Steine fallen lassen, auf den Haufen, auf das Bett, auf die Seite, gefüllt die ganze Kammer, die Türe verhauen, das Schloß, der Schlüssel gebrochen, Wimmern. Kleine Schlucke feuchten mich, nasse Lappen kühlen, durch die Betten gehen Engel, süßer Trost fliegt mit dem Haar, das streichelt sanft den Wind, Wind wiederum die Laken, schwebend werden schönste Ufer, vor stillen Wassern, Rasten. Silberglanz schaukelt, der Steg lässt Schritte zu, schraubt sich durch Heckenrosen. Oben in dem Garten, im Gras, die schöne Sternennacht, das erste mal vor Wonne schaudern, in stillem Ernst, im Gefunkel.


Ich teilte mich, sagte beiden Händen, geht, führte sie im Tanz, tastete die Luft. Im Stollen blies Wind entgegen, mit Flügelschlag, erträumt aus meiner Hand Kuhle und Fingerkuppen, trieb ich ein Spiegelspiel, wobei beide gleiches taten, wie so oft. Da unten tuckerte schon ein Weile jemand hin und her. Ach was. Da der Schrank. Eine blaue Jacke, in der Tasche Mais, ein paar trockene Körner, hinter dem Spiegel ragt ein Stück Zeitung heraus. Ich las, „...der Autor, Punkt Karo, in seinem soeben erschienenen Buch, Punkt Karos Echos, beschreibt er in kurze Absätzen, Zustände, eigenartige Zustände..., 2. Mai 1907". Ich steckte das Blatt wieder an seinen Platz und stand noch eine Weile, beim Betrachten der verstaubten Schlipse, dem Geschirr auf dem Brett. Dann griff ich mir den schmalen Roten, band ihn unter dem Hemdkragen. Der mit blauer Jacke rotbeschlipste Punkt Karo war fertig. Den Block noch, den Stummel, den Kugelschreiber, alles in den Taschen. Ich kam wieder an der Grotte vorbei, die ich beim Abstieg links liegen ließ. Nun steckte ich den Kopf hinein, ein Willkommen, alt Bekannte, Wasserheld, wie damals in Uniform, Kapitän auf allen Meeren. Er stand am Pumpenschwengel, heilendes Wasser, versprach er und reichte mir das Glas. Salzig schmeckte es, bitter, roch nach süßen Blüten. „Leg die Kleider hier ab", es schien, daß er keinen Widerspruch duldete, er wollte mir das Wasser über den Leib giessen, ich sollte die Stufen hinab ins Becken steigen, da tauchte ich ins salzige Wasser, samtig kühl, wie angenehm, die Wirbel, vom planschen, spiegelten sich an der Decke. Ich plantsche auf der Stelle, stieß mit dem Fuß gegen den Stein auf dem man saß. Ich saß, da klang ein Horn, kleine Rinnsale tropften, über mir stürzte grünes Wasser zu einem Vorhang herab, verborgen hielt ich mir die Ohren zu, eine Weile, es brauste. Der Wasserheld rief, „Pass auf, die Treppe". Ich war gewaschen, griff meine Sachen, schob mich am Wasserheld vorbei, der stupste mich, ganz unvermittelt stand da die Frau, „Sybille" sagt der Wasserheld „Frag sie nur". Ich hatte keine Fragen auf der Lippe, ich blieb ich stumm, sie blieb es auch, meine blaue Jacke gefiel ihr, mein Schlips brachte sie zum Lachen.


Das Kind bot mir einen Lehmkuchen. Es stand mit zurückgezogener Lippe, auf der die Zähne ruhten und wartete. Sein runder Kopf zwischen den Locken blickte hoch. Die speckigen Ärmchen hielten ihn hoch und wurden nicht müde, was sollte ich machen? Ich nahm ihm den Kuchen von den Händen, „Danke". Was sollte ich ihm geben. Ich löste meinen roten Schlips aus dem Knoten und gab ihn ihm. Es nahm das Knäuel, hielt es in der Hand, verschwand durch die Wand, in einem Vorhang der sich teilte. Es lief die Straße entlang zum Kiosk, dort legte es das Knäuel auf den Tresen, bekam eine Nuss und fütterte den Papagei „Ist die Pusteblume da?", „Die kommt morgen", „Schade, dann geh ich wieder Kuchen backen". Da war er wieder, lief mir entgegen, ich war ihm gefolgt. Fenster öffneten sich. Aus einem entfloh ein Vogel, „oh weh". Die Hitze lastete, Trägheit veränderte den Ton. Klirrende Weingläser im hintersten Zimmern klangen kristallklar. Botschaften mit angehängten Lachen, das abriss, von Fenster zu Fenster. Da segelte ein Papier aus dem Fenster, Kalenderblatt. Der Papagei saß im Ahorn und brabbelte. Der Straßenverkehr hatte die Geduld verloren, stand im Stau. Auf der Kreuzung kein Schutzmann. Im Kreisverkehr ein Pferd. Der Papagei rief „Weiterfahren". Das Pferd trabte zur Wiese. Der Verkehr floss wieder, Pferdekutschen dazwischen, Hufgetrappel, angenehm. Ich suchte das Pferd, fand das Kind, auf der Wiese baggernd. „Danke, keinen Kuchen mehr", „Ist nicht für dich". Das Kind rannte zum Pferd. Das Pferd trank am Bach. 

An einem anderen Tag. Sie stöckelte davon, das Klacken verlor den Rhythmus, Absatz gebrochen. Straßenbahn rattert durchs Gleis. Pommesbude erreicht, „Ohne", Sonne knallt sommergelb auf die Markise, warmer Schatten. Ich trug den Kuchen in der Hand, ich ließ ihn fallen. „Ich back dir einen neuen". Das Kind packte meine Hand, zog mich, der Verkehr verstummte, zitternder Ton klang noch. „Siehst du, alles meins, die Wüste". Das Kind stampfte auf, der Papagei schimpfte. 

 
Mein Kopf ist ein leerer Ballsaal. Abgedunkelt steht mein Bett am brackigen Wasser. Salz. Vergorenes Gras. Teer. Schwebend im Klang, erhobene Arme. „Klatsch". Wind baucht den Vorhang, flattert, Licht schiesst Strahlen, „oh heilige Qualle", Licht aus dem Meer, Auge meiner Ahnen. Das Meer teilt sich, Bäche, Flüsse, mit Ufern gesäumt, tauche die Tücher, kühle die Luft, es schreien die Frösche, keine Musik mehr im Lärm, schreien, schreien. Kaum stürzt das Wasser kristallklar gemildert, Zirpen und Pfeifen, Gackern, Glucksen, den Stein in die Mitte geworfen, ich will dir sagen, ich sage es klingend, „Schau, mein Kopf ist eine Tanzhalle, gib deinen Groschen her, wirf ihn ein", heute ist ein Buttermilchtag, binde dir ein Sträußchen, sieh, es hängt an der Planke, knarrend, der Mond, im Topf hinter der Scheibe, kocht Käse, fegt mit Reisigbündeln, dein Sträußchen zum Mond, der Käsestullen kaut, durch die Scheibe glotzt, triefäugig, dicke Nase, „los Wolke, schieb dich davor, sogleich, wie schwarze Raben, bomm, bomm, …..", acht Takte, gleich auf die Beine, auf die Planke gesprungen, humpelnd mit Brötchentüte, „Kaffee", den Tisch vors Fenster geschoben, frische Trauben vom Himmel gepflückt, Kissen geschüttelt, hinterm Wasserfall in der Gischt, die Fenster aufgerissen, zum Marktplatz, keine Barrikaden, voran, die Luft ist rein, nimm das Äffchen, halt den Hut auf, „Guten Morgen", frohlockend im Chor, im weissen Kleid, beim goldenen Blech, kurvend, trillernd, Getrappel, Pferdearsch, den Eimer geschnappt und hinterher, jetzt, lande sanft, rolle, spanne in die klirrende Sonne, decke das Licht ab, mit Hand und Hut, seltsam, mein Kopf ist ein leerer Saal, ich bin draußen, im Licht der Dinge, die sich darstellen mit Charme, weichen mit grazilen Verrenkungen umeinander, wenig Zeit verbraucht und doch ganz ruhig, der Arm schmeichelt durch die leichtere Luft und paddelt dann im Wasser, leckt Tropfen auf, fährt sich mit der Zunge übers Maul, den Finger in die Daumen geschmiegt, die Faust zum Fernglas, die Ohren zum Wummern gebracht, keuchend am Halsband gehalten, eine Fliege saust Nahe.  

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Mein Kopf ist ein leerer Ballsaal. Abgedunkelt steht mein Bett am brackigen Wasser. Salz. Vergorenes Gras. Teer. Schwebend im Klang, erhobene Arme. „Klatsch“. Wind baucht den Vorhang, flattert, Licht schiesst Strahlen, „oh heilige Qualle“, Licht aus dem Meer, Auge meiner Ahnen. Das Meer teilt sich, Bäche, Flüsse, mit Ufern gesäumt, tauche die Tücher, kühle die Luft, es schreien die Frösche, keine Musik mehr im Lärm, schreien, schreien. Kaum stürzt das Wasser kristallklar gemildert, Zirpen und Pfeifen, Gackern, Glucksen, den Stein in die Mitte geworfen, ich will dir sagen, ich sage es klingend, „Schau, mein Kopf ist eine Tanzhalle, gib deinen Groschen her, wirf ihn ein“, heute ist ein Buttermilchtag, binde dir ein Sträußchen, sieh, es hängt an der Planke, knarrend, der Mond, im Topf hinter der Scheibe, kocht Käse, fegt mit Reisigbündeln, dein Sträußchen zum Mond, der Käsestullen kaut, durch die Scheibe glotzt, triefäugig, dicke Nase, „los Wolke, schieb dich davor, sogleich, wie schwarze Raben, bomm, bomm, …..“, acht Takte, gleich auf die Beine, auf die Planke gesprungen, humpelnd mit Brötchentüte, „Kaffee“, den Tisch vors Fenster geschoben, frische Trauben vom Himmel gepflückt, Kissen geschüttelt, hinterm Wasserfall in der Gischt, die Fenster aufgerissen, zum Marktplatz, keine Barrikaden, voran, die Luft ist rein, nimm das Äffchen, halt den Hut auf, „Guten Morgen“, frohlockend im Chor, im weissen Kleid, beim goldenen Blech, kurvend, trillernd, Getrappel, Pferdearsch, den Eimer geschnappt und hinterher, jetzt, lande sanft, rolle, spanne in die klirrende Sonne, decke das Licht ab, mit Hand und Hut, seltsam, mein Kopf ist ein leerer Saal, ich bin draußen, im Licht der Dinge, die sich darstellen mit Charme, weichen mit grazilen Verrenkungen umeinander, wenig Zeit verbraucht und doch ganz ruhig, der Arm schmeichelt durch die leichtere Luft und paddelt dann im Wasser, leckt Tropfen auf, fährt sich mit der Zunge übers Maul, den Finger in die Daumen geschmiegt, die Faust zum Fernglas, die Ohren zum Wummern gebracht, keuchend am Halsband gehalten, eine Fliege saust Nahe.  
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