Freitag, 15. Juli 2011
fortsetzung "nirgendwo"
Kein staub. Keine resonanz. Ich blickte wieder hoch. Vor mir hing ein papagei in der luft. Er blickte unbeirrbar geradeaus. Er verschwand wieder.
Die geschichte beginnt "nirgendwo"
der abraum formte das gebirge. die schritte schurrten. es summte wie bienen. noch lag eine grosse ebene vor mir. der horizont hüpfte
Samstag, 25. Juni 2011
28. februar
das häufchen schnee
die sonne neckt
es hat sich dort am weg
versteckt
darum schmilzt
was einst dahingeschneit
erst später
bei gelegenheit
wenn erneut
durch erdendunst
die sonne scheint
mit voller brunst
dann wird sie schlecken
auch in den ecken
die sonne neckt
es hat sich dort am weg
versteckt
darum schmilzt
was einst dahingeschneit
erst später
bei gelegenheit
wenn erneut
durch erdendunst
die sonne scheint
mit voller brunst
dann wird sie schlecken
auch in den ecken
Mittwoch, 25. Mai 2011
gülle
ein dödel!
grün der trecker
er sitzt
und trällert auch ein lied
nach vorn hängt er
ganz locker überm steuerrad
der trecker schaukelt ihn
durch furchen
ach wie das leben schön
jetzt fängt es an zu stinken
der dödel hält sich wacker
die gülle aus dem fächer
düngt hurtig seinen acker
das wächst
das wächst
was er nicht weiss
die gülle
aus dem rinderscheiss
wirkt verheerend
auf grün vertraut
und blut geschissen
ach, hätt' ich nur nicht reingebissen
Dienstag, 10. Mai 2011
metzgers zwiegespräch
mein kleines lämmchen
sei ganz still
ich erspare dir die mühe
zu fressen und zu schlafen
die mamma ist ja auch nicht da!
ich halte dir die äuglein zu
und hebe dir die kehle
du merkst es nicht
es wird nur nacht
und warm
es rinnt die seele
Donnerstag, 5. Mai 2011
träumer
ein träumer stand blöde und sinnte
auf der brücke
über dem bach
was murmelt mir da das wasser zu
es plätschert über den fischen
schau an
da teilt es sich
am steine
jean boskja missler
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