Freitag, 4. Januar 2019

Nirgendwo Band 4 Text 3

„die kinder!" ein schwall von hellen stimmen hatte mich ans fenster gebracht. paarweise zogen sie vorbei, im takt einer filmspule, jedes bewegte sich, sie hüpften, schienen auseinander zu fliegen, zwischen drei stummen wächtern, die nach und nach auftauchten. gebannt stand ich hinter der scheibe, das war lebendig, eine schlange tobend wie der drache, explosiv, gewaltig und zimbeln dazwischen, glockenhelle worte im geschrei, auch gequake, versiegend im gegrummel, als sie vorbeigezogen waren. ich hielt inne und dachte, wie schön dass es geschieht, dass es sich meldet, das leben, die sehnsucht, der abschied, alles in einem laut, kinderklang oder kraniche am himmel, frösche überall, lautsprecher in den büschen, wasserfälle. als ich wieder hinaussah blickte ich auf den mann, der tanzend den arm über sich haltend, in der hand einen zettel, auf dem pflaster kreiselte wie eine aufgezogene puppe, mal meinen blick kreuzte, bei augenkontakt sofort nach unten sah, beim andern mal nach links oder rechts einer verständigung auswich. albern ist der aber dachte ich und beschloss ihn aufzusuchen. an der haustür hörte er auf albern zu sein. „ich habe die kartons schon ins haus gebracht", er zeigte aufs gartenhaus, wo die tür nicht geschlossen war. „jetzt bitte ich um bestätigung" er präsentierte den zettel recht zackig. auch den stift zum signieren hatte er in der hand. ich unterzeichnete und dachte, dass es die puppen sein könnten, die da geliefert wurden. „ja, die puppen" sagte der mann, schob den zettel, nachdem er sanft lächelnd darauf geschaut hatte, mich ebenfalls so anlächelte, in die jacke. er machte auf dem absatz kehrt, riss das angewinkelte bein hoch, als wolle er salutieren, schaffte es aber, sich in einer eleganten bewegung in eine drehung zu bringen, so dass es diesmal den anschein hatte, als wolle er sich im tanz trudelnd von mir fortbewegen, dem er eben die puppen geliefert hatte. noch nie hatte ich sie alle zusammen bestellt. bevor ich den fortgang der geschichte festlege, jetzt hier für mich, als auch für die handlung meines bühnenstückes, werde ich sie erst einmal in ruhe betrachten. ich sah noch zu, wie der mann sich sein fuhrwerk herbei rief, das er hinter der strassenecke abgestellt hatte. mir kam sie bekannt vor, diese karre, vor der ein alter gaul müde trabte. diesmal war da kein sarg auf der ladefläche. als er sich auf den bock gesetzt hatte und die zügel nahm, hüpfte ihm etwas auf die schulter und schon hatte er einen zylinder auf. was für ein zirkus, ein trick folgt dem andern, jetzt ein purzelbaum, die landung auf der ladefläche, etwas gepolter und prustendes lachen.   

 "du hast schon wieder vergessen wie alt du schon bist", dachte ich auf dem weg zum gartenhaus, wo ich die schachteln mit den puppen prüfen wollte, wie viel waren es wohl inzwischen. diesmal hatte ich mir alle liefern lassen, keine auswahl getroffen, wollte ich neu anfangen, die geschichte neu schreiben, nein, ich wollte mich nur vergewissern, wenn ich eine verloren habe, wird ein leerer kasten da sein. ich fürchte mich davor. ich hörte noch das klappern der hufe und wunderte mich, dass er noch nicht davon ist, oder hatte er gewendet, hatte er einen karton übersehen und will ihn noch bringen. ich blieb stehen, hatte keine lust mich umzudrehen und nochmal mit ihm zu reden, wollte endlich zu den puppen, wollte allein sein. nun war es hinter mir das pferd, aber er rief nicht „hab was vergessen". als es heftig schnaubte und ich mich umdrehte drängte sich ein glänzender schwarzer leib an mir vorbei, ich roch den schweiss, seine hitze und es wieherte, das war nicht das pferd vor dem karren, das war ein anderes pferd, ein junges kräftiges, „deckhengst", rief es von oben, „von der stute weg, aufgesprungen, bin geritten, geritten, geritten.." ich schaute hoch, entdeckte den reiter, der jockey war kleinkerl, der teufel mit den abgesägten hörnern, grün poliert, sass oben und grinste, schlug sich an die hörner. „punktkaro, komm spring rauf, hab noch zaubertinte, können hinauf in die wolken, weiter und wilder, bis es braust", „kleinkerl", sagte ich, „kleinkerl, wieso bist du hier?", und dachte, wie kriege ich ihn nun zurück in die kiste, wieso taucht er hier auf, er sollte nicht hiersein, wie krieg ich ihn da herunter? ich griff nach oben und suchte sein bein, bekam es zu fassen, er beugte sich aber zu mir, rutsche mir entgegen über den schweissnassen rücken, wie auf einer rutschbahn kam mir entgegen, ich konnte ihn fassen und fing ihn auf. da lag er still ihn meiner hand, wie aus holz geschnitzt, die kleine puppe mit derselben hose, in der kleinkerl sich auf dem pferd zeigte, der karrierten jacke, der roten kappe, alles kleiner. er hatte die augen geschlossen und schien zufrieden, wie all meine puppen. vorsichtig trug ich kleinkerl über die schwelle ins gartenhaus, um ihm seinen karton zu suchen, viele standen dort herum, die wand hoch gestapelt, über den tisch verteilt, auf den boden gewürfelt. ich fand ihn, legte kleinkerl hinein, setzte den deckel darauf und stellte ihn zu denen auf dem tisch. dann setzte ich mich auf einen stuhl, einen moment ausruhen, dachte ich, bevor ich mit der inventur beginne.

Nirgendwo Band 4 Text 3

„die kinder!" ein schwall von hellen stimmen hatte mich ans fenster gebracht. paarweise zogen sie vorbei, im takt einer filmspule, jedes bewegte sich, sie hüpften, schienen auseinander zu fliegen, zwischen drei stummen wächtern, die nach und nach auftauchten. gebannt stand ich hinter der scheibe, das war lebendig, eine schlange tobend wie der drache, explosiv, gewaltig und zimbeln dazwischen, glockenhelle worte im geschrei, auch gequake, versiegend im gegrummel, als sie vorbeigezogen waren. ich hielt inne und dachte, wie schön dass es geschieht, dass es sich meldet, das leben, die sehnsucht, der abschied, alles in einem laut, kinderklang oder kraniche am himmel, frösche überall, lautsprecher in den büschen, wasserfälle. als ich wieder hinaussah blickte ich auf den mann, der tanzend den arm über sich haltend, in der hand einen zettel, auf dem pflaster kreiselte wie eine aufgezogene puppe, mal meinen blick kreuzte, bei augenkontakt sofort nach unten sah, beim andern mal nach links oder rechts einer verständigung auswich. albern ist der aber dachte ich und beschloss ihn aufzusuchen. an der haustür hörte er auf albern zu sein. „ich habe die kartons schon ins haus gebracht", er zeigte aufs gartenhaus, wo die tür nicht geschlossen war. „jetzt bitte ich um bestätigung" er präsentierte den zettel recht zackig. auch den stift zum signieren, hatte er in der hand. ich unterzeichnete und dachte, dass es die puppen sein könnten, die da geliefert wurden. „ja, die puppen" sagte der mann, schob den zettel, nachdem er sanft lächelnd darauf geschaut hatte, mich ebenfalls so anlächelte, in die jacke. er machte auf dem absatz kehrt, riss das angewinkelte bein hoch, als wolle er salutieren, schaffte es aber, sich in einer eleganten bewegung in eine drehung zu bringen, so dass es diesmal den anschein hatte, als wolle er sich im tanz trudelnd von mir fortbewegen, dem er eben die puppen geliefert hatte. noch nie hatte ich sie alle zusammen bestellt. bevor ich den fortgang der geschichte festlege, jetzt hier für mich, als auch für die handlung meines bühnenstückes, werde ich sie erst einmal in ruhe betrachten. ich sah noch zu, wie der mann sich sein fuhrwerk herbei rief, das er hinter der strassenecke abgestellt hatte. mir kam sie bekannt vor, diese karre, vor der ein alter gaul müde trabte. diesmal war da kein sarg auf der ladefläche. als er sich auf den bock gesetzt hatte und die zügel nahm, hüpfte im etwas auf die schulter und schon hatte er einen zylinder auf. was für ein zirkus, ein trick folgt dem andern, jetzt ein purzelbaum, die landung auf der ladefläche, etwas gepolter und prustendes lachen.    

Sonntag, 23. Dezember 2018

Nirgendwo Band 4, Text 3 Entwurf

du hast schon wieder vergessen wie alt du schon bist, dachte ich auf dem weg yum garyenhaus wo ich die schachteln mit den puppen pruefen wollte, wie vfiele waren es wohl inywischen. diesmal hatte ich mir alle liefern lassen, keine auswahl getroffen, wollte ich neu anfangen, die geschichte neu schreiben, nein, ich wollte mich nur vergewissern, nie hatte ich sie alle beieinander gehabt. wenn ich eine verloren habe, wird ein leerer kasten auf mich warten. ich fuerchte mich davor, in einen leeren kasten yu starren. ich hoerte noch das klappern der hufe und wunderte mich das er bnoch nicht davon ist der mann, hat er einen karton uebersehen und will ihn noch bringen. ich blieb stehen, hatte keine lust mich umyudrehen und nochmal mit ihm yu reden, wollte endlich yu den puppen, wollte allein sein. nun war es hinter mir das pferd, aber er rief nicht. hab was vergessen. als es schnaubte und ich mich umdrehte draengte sich ein glaenyender schwaryeer leib an mir vorbei, ich roch schweiss, seine hitye und er wieherte, das war nicht der lieferant, das war ein andres pferd, jung und kraeftig, ein deckhengst, rief es von oben, hab ih von der stute weg, aufgesprungen und davon. bin geritten, gerittten, geritten.. ich entdeckte den reiter, kleiner als ein hockey, kleinkerl, der teufel mit den abgesaegten hoernern sass oben auf und grinste. punktkaro, komm spring rauf , hab noch yaubertinte, koennen hinauf, ab in die wolken, weiter und wild bis es braust, kleinkerl sagte ich kleinkerl wieso bist du hier, und dachte wie kriege ich ihn nun yurueck in die kiste, wieso taucht er hier auf, so sollte das nicht gehen, wie krieg ich ihn darunter, ich griff nach oben und suchte sein bein, wollte ihn fassen, er beugte sich yu mir und rutsche mir entgegen ueber den schweissnassen pferderuecken wie au einer rutschbahn kam mir entgegen ich konnte ihn fassen und fing ihn auf. da lag er still ihn meiner hand wei aus holy geschnityt, die kleine puppe mit den selben hosen die da oben trug der karierten schottenjacke, der kappe, alles kleiner. er hatte die augen geschlossen und sah yufrieden aus, wie alle meine puppen. vorsichtig trug ich kleinkerl ueber die schwelle ins gartenhaus um ihm den karton yu suchen, soviele standen dort herum die wand hoch gestapelt uebr den tisch verteilt auf den boden gewurfelt, ich fand einen ohne deckel und legte kleinkerl hinein schob den deckel drauf und stellte ihn yu denen auf dem tisch. dann setyte ich mich auf einen stuhl, einen moment ausruhen, dachte ich, bevor ich mit der inventur beginne.
   




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Mittwoch, 12. Dezember 2018

Nirgendwo Band 4 Fortsetzung 2

die kinder! ein schwall von hellen stimmen hatte mich ans fenster gebracht. paarweise zogen sie vorbei, im takt einer filmspule, jedes bewegte sich, huepften, schienen auseinander zu fliegen, zwischen drei stummen waechtern die nach und nach auftauchten. gebannt stand ich hinter der scheibe, das war lebendig, eine schlange tobend wie der drache, explosiv, gewaltig und zimbeln dazwischen, glockenhelle worte im geschrei, gequake, versiegend im gegrummel, als sie vorbeigeyogen waren. ich hielt inne und dachte wie schoen das es geschieht, das es sich meldet, das leben, die sehnsucht, der abschied alles in einem laut, kinderklang oder kraniche am himmel, froesche ueberall, lautsprecher in den bueschen, wasserfaelle. als ich wieder hinaussah blickte ich auf en mann der tanzend den arm uebr sich haltend in der hand einen yettel auf dem pflaster kreiselte wie eine aufgeyogene puppe mal meinen blick kreuyte bei augenkontakt sofort nach unten sah beim andern mal nach links oder rechts einer verstaendigung auswich. albern ist der aber dachte ich und beschloss ihn aufyusuchen. an der haustuer hoerte er auf albern yu sein ich habe die kartons schon ins haus gebracht und er yeigte aufs gartenhaus, wo die tuer nicht abgeschlossen ist. jetzt bitte ich und bestaetigung er praesentierte den yettel recht yackig. auch den stift yum siegnieren hatte er in der hand. ich unteryeichnete und uebrlegte es sein koennte was da geliefert wurde. der mann schob den yettel nachdem er sanft laechelnd daraufgeschaut hatte und mich ebenfalls so sanft anlaechelte in die jacke. er machte auf dem absatzt kehr riss noch einmal das angewinkelte bein hoch als wolle er salutieren schafte es aber sich in einer elgenaten drehung in eine weitere dreh8ung yu fluecht4n dei diesmal den anschein gab als wolle er sich in trance so trudelnd von mir fortbewegen, den er eben mit den von mir erwartenden puppen beliefert hatte, die ich bevor ich mich an den fortgang der geschichte machte, die jetzt sowohl hier fuer mich yu gelten hatten
, als auch in anderer form in die handlung meines buehenstueckes einfliessen sollte, betrachten wollte. noch einmal wurde ich aufgehalten, der mann winkte sich sein fuhrwerk heran, das er hinter der strassenecke abgestellt hatte. mir kam sie bekannt vor, diese karre vor der ein alter gaul muede trabte. diesmal war da kein sarg auf der ladeflaeche und als er sich auf den bock gesetyt hatte und die yuegel nahm huepfte im etwas auf die schulter und schon hatte er einen zylinder auf. was fuer ein zirkus ein trick folgt dem andern. jetyt ein puryelbaum die landung auf der ladeflaeche etwas gepolter und prustendes lachen.   




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Band 4. Text 2

die kinder! ein schwall von hellen stimmen hatte mich ans fenster gebracht. paarweise zogen sie vorbei, im takt einer filmspule, jedes bewegte sich, huepften, schienen auseinander zu fliegen, zwischen drei stummen waechtern die nach und nach auftauchten. gebannt stand ich hinter der scheibe, das war lebendig, eine schlange tobend wie der drache, explosiv, gewaltig und zimbeln dazwischen, glockenhelle worte im geschrei, gequake, versiegend im gegrummel, als sie vorbeigeyogen waren. ich hielt inne und dachte wie schoen das es geschieht, das es sich meldet, das leben, die sehnsucht, der abschied alles in einem laut, kinderklang oder kraniche am himmel, froesche ueberall, lautsprecher in den bueschen, wasserfaelle. als ich wieder hinaussah blickte ich auf en mann der tanzend den arm uebr sich haltend in der hand einen yettel auf dem pflaster kreiselte wie eine aufgeyogene puppe mal meinen blick kreuyte bei augenkontakt sofort nach unten sah beim andern mal nach links oder rechts einer verstaendigung auswich. albern ist der aber dachte ich und beschloss ihn aufyusuchen. an der haustuer hoerte er auf albern yu sein ich habe die kartons schon ins haus gebracht und er yeigte aufs gartenhaus, wo die tuer nicht abgeschlossen ist. jetzt bitte ich und bestaetigung er praesentierte den yettel recht yackig. auch den stift yum siegnieren hatte er in der hand. ich unteryeichnete und uebrlegte es sein koennte was da geliefert wurde. der mann schob den yettel nachdem er sanft laechelnd daraufgeschaut hatte und mich ebenfalls so sanft anlaechelte in die jacke. er machte auf dem absatzt kehr riss noch einmal das angewinkelte bein hoch als wolle er salutieren schafte es aber sich in einer elgenaten drehung in eine weitere dreh8ung yu fluecht4n dei diesmal den anschein gab als wolle er sich in trance so trudelnd von mir fortbewegen, den er eben mit den von mir erwartenden puppen beliefert hatte, die ich bevor ich mich an den fortgang der geschichte machte, die jetzt sowohl hier fuer mich yu gelten hatten
, als auch in anderer form in die handlung meines buehenstueckes einfliessen sollte. noch einmal wurde ich aufgehalten, der mann winkte sich sein fuhrwerk heran, das er hinter der strassenecke abgestellt hatte. mir kam sie bekannt vor, diese karre vor der ein alter gaul muede trabte. diesmal war da kein sarg auf der ladeflaeche und als er sich auf den bock gesetyt hatte und die yuegel nahm huepfte im etwas auf die schulter und schon hatte er einen zylinder auf. was fuer ein zirkus ein trick folgt dem andern. jetyt ein puryelbaum die landung auf der ladeflaeche etwas gepolter und prustendes lachen.   




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Freitag, 9. November 2018

nirgenwo band 4

„was willst du? ein frisches laken! nimm es." in dem durcheinander, ein frischgemachtes bett, an dem ort, an den es mich verschlagen hat. ich hörte stimmen. alberenes gerede, das mir zusprach, es hätte mir nichts besseres passieren können. nur im kopf. da war niemand. nur ein widerhall. das haus stand leer. der eigentümer war abgereist. statt es zu verkaufen, hatte er auf die tapete geschrieben, es solle dem gehören, der im juli, und wenn denn nicht im juli, so auch noch im august, ankäme, dem es aufgefallen war, dass es leersteht. mir war es aufgefallen, das haus, noch vor dem dorf gelegen. da ich niemanden antraf, es dunkel war, hatte ich mich einquartiert, nur für diese nacht, denn eigentlich dachte ich daran weiterzuziehen. aber so kam es nicht. das wetter am morgen war gerade schön und im wilden garten blühten die rosen und dufteten, dass ich garnicht anders konnte als noch zu bleiben.

ich habe mich entschieden zu bleiben, und meinen aufenthalt erst einmal hier auf die bühne verlagert. es gibt im ort ein theater, das ebenfalls verwaist, darauf wartet, dass man es wieder bespielt. so beschloß ich ein doppelspiel zu inszenieren, zum haus hatte ich nur einige minuten, und so konnte ich zwischen den kulissen, natur und bühne, hin und her gehen. tagsüber war ich im garten geblieben und hatte überlegt. sicher hätte ich dort bleiben können. doch es war wieder am dämmern, kühl geworden, und um meine geschichte voranzubringen und mir einen warmen platz zu besorgen, kümmerte ich mich gleich um die inszenierung, ersteinmal einfach um einen stuhl auf der bühne, knisterndes holzfeuer, ein doppelspiel zwischen der wirklichkeit und dem bühnenbild. am tag hatte ich noch scheu, das haus wieder zu betreten, vielleicht war das nur ein scherz und so wollte ich erst einmal draußen bleiben, im dunkeln zum schlafen dann hineingehen. mir fällt auf, dass ich mir stets das angenehmste vorstelle, wenn ich an meiner geschichte stricke, ich laufe gefahr, als lebemann zu erscheinen. ich sollte auch dann zurechtzukommen, wenn ich keinen einfluss auf den fortgang der geschichte habe, was nicht der fall ist. das bett habe ich selbst bezogen, die damastwäsche ist vorhanden. ich habe jetzt auf der bühne platz genommen, sitze im stuhl, bald in ähnlicher umgebung, im garten, auch hier wird ein haus zu sehen sein. den bühnenmalern wird es gelingen, mir einen platz zu schaffen, den ich bis zur premiere nutze, den fortgang der geschichte zu finden, über die rollenvergabe, sollte es jemals zur aufführung kommen, zu bestimmen, wobei ich unter den personen, die bisher im buch auftauchten, auch eine behandelen will, die ich gelegentlich „ich" nenne. ich ertappe mich dabei, wieder und wieder erlaube ich es mir, mit den puppen zu spielen. ich war in der lage hervorzuzaubern und zu behaupten. ich hatte sie mir schnitzen lassen, immer wenn ich eine neue rolle erfand. sie befinden sich noch in den pappschachteln, in denen sie lagen, als ich sie bekam, eingeschlagen in seidenpapier. ja, da sind sie. ich packe sie vorsichtig aus. nun, da sie vor mir liegen, bin ich bereits dort, wohin ich mich eben bestimmt hatte. in die hand nehmen kann ich sie nur dort, hier kann ich sie mir nur vorstellen, nicht wirklich sehen. es ist nicht so, dass durch den gedanken ein bild erscheint, auf das ich blicken kann, es prüfen. wer bist du? was willst du? kein film, der in meinem kopf anläuft, wenn ein gedanke auf etwas hinweist, gedanken sich versammeln, eine geschichte verabreden. es scheint eher so zu sein, die gedanken deuten auf etwas, das ich nicht sehe, aber verstehe, weiss, dass es da ist, sogar als bild, aber nicht bildhaftig, und gleichermaßen darauf reagiere, als würde es mir erscheinen. die gedanken zeigen mir das wesentliche, aber täuschen mich auch, lassen mich nicht wahrnehmen, dass ich hier blind bin, beim vorstellen, beim denken. wäre es anders,  würde ich wirklich sehen, an was ich denke, sähe ich die krähe vor mir, den hund, das haus, das mädchen. was sollen sie alle da, zwischen dem was ich gleichzeitig mit den augen sehe. aber während ich denke, kann ich gleichzeitig sehen. was ich aber sehe, muss ich denken, bevor es mir erscheint. ist es so? ich denke, finde mich nicht zurecht, warte auf eine passage, den gedanken der zündet, sinn stiftet. wenn schon keine bilder, dann doch zum bild hin denken, den flüchtigen bildern folgen, auf die spur kommen. hinzu kommt, das sie erst fliehen, will ich sie mir vorstellen. der gedanke ist es nicht, der kommt, erst die vorstellung, die notwendig wird, um ihn zu äußern, im worte, in der geste, im laut. wenn ich hinsehe, bin ich noch nicht da, kann nicht sagen was ich gesehen habe. ich will verstummen. das brummen abstellen. das rauschen. das vorschlagen. beruhigen, dass ich bereit bin. ich bin bereit. „sag etwas. rede mit mir. woran denkst du?". das bettzeug sah heute morgen, als die sonne darauf schien wunderschön aus. den weissen stoff durchwirkten blumen. ich kann verweilen, schaue ich auf etwas, das da ist, vor mir erscheint, gegenwärtig. wenn ich mit dem fuß eine linie in die erde furche, das entzückt mich. ich habe verstanden. besser dies, als unendliche viele bilder betrachten. da sind sie im überfluss, gedankenlos bleiben sie liegen. ich kann mich nicht erinnern. ich erinnere mich, fühle, sehe, rieche, höre. der zauber wirkt und deutet, als gebe es das.

nirgenwo band 4

„was will du? ein frisches laken! nimm es." in dem durcheinander, ein frischgemachtes bett, an dem ort, an den es mich verschlagen hat. ich hörte stimmen. alberenes gerede, das mir zusprach, es hätte mir nichts besseres passieren können. nur im kopf. da war niemand. nur ein widerhall. das haus stand leer. der eigentümer war abgereist. statt es zu verkaufen, hatte er auf die tapete geschrieben, es solle dem gehören, der im juli, und wenn denn nicht im juli, so auch noch im august, ankäme, dem es aufgefallen war, das es leersteht. mir war es aufgefallen, das haus, noch vor dem dorf gelegen. da ich niemanden antraf, es dunkel war, hatte ich mich einquartiert, nur für diese nacht, denn eigentlich dachte ich daran weiterzuziehen. aber so kam es nicht. das wetter am morgen war gerade schön und im wilden garten blühten die rosen und dufteten, dass ich garnicht anders konnte als noch zu bleiben.

ich habe mich entschieden zu bleiben, und meinen aufenthalt erst einmal hier auf die bühne verlagert. es gibt im ort ein theater, das ebenfalls verwaist, darauf wartet, dass man es wieder bespielt. so beschloß ich eine doppelspiel zu inszenieren, zum haus hatte ich nur einige minute, und so konnte ich zwischen den kulissen, natur und der bühne, hin und her gehen. tagsüber war ich im garten geblieben und hatte überlegt. sicher hätte ich dort bleiben können. doch es war wieder am dämmern, kühl geworden, und um meine geschichte voranzubringen und mir einen warmen platz zu besorgen, kümmerte ich mich gleich um die inszenierung, ersteinmal einfach um einen stuhl auf der bühne, knisterndes holzfeuer, ein doppelspiel zwischen der wirklichkeit und dem bühnenbild. am tag hatte ich noch scheu, das haus wieder zu betreten, vielleicht war das nur ein scherz und so wollte ich erst einmal draussen bleiben, im dunkeln zum schlafen dann hineingehen. mir fällt auf, dass ich mir stets nur das angenehmste vorstelle, wenn ich an meiner geschichte stricke, ich laufe gefahr, als lebemann zu erscheinen.   sicherlich sollte ich auch dann zurechtzukommen, wenn ich keinen einfluss auf den fortgang der geschichte habe, was nicht der fall ist. das bett habe ich selbst bezogen, die damastwäsche ist vorhanden. ich habe jetzt auf der bühne platz genommen, sitze im stuhl, bald in ähnlicher umgebung, im garten, auch hier wird ein haus zu sehen sein. den bühnenmalern wird es gelingen, mir einen platz zu schaffen, den ich bis zur premiere nutzen kann, den fortgang der geschichte zu finden, über die rollenvergabe, sollte es jemals zur aufführung kommen, zu bestimmen, wobei ich unter den personen, die bisher im buch auftauchten, auch eine behandelen will, die ich gelegentlich „ich" nenne. ich ertappe mich dabei, wieder und wieder erlaube ich es mir, mit den puppen zu spielen. ich war in der lage war hervorzuzaubern und zu behaupten. ich hatte sie mir schnitzen lassen, immer wenn ich eine neue rolle erfand. sie befinden sich noch in den pappschachteln, in denen sie lagen, als ich sie bekam, eingeschlagen in seidenpapier. ja, da sind sie. ich packe sie vorsichtig aus. nun, da sie vor mir liegen, bin ich bereits dort, wohin ich mich eben bestimmt hatte. in die hand nehmen kann ich sie nur dort, hier kann ich sie mir nur vorstellen, nicht wirklich sehen. es ist nicht so, dass durch den gedanken ein bild erscheint, auf das ich blicken kann, es prüfen. wer bist du? was willst du? kein film, der in meinem kopf anläuft, wenn ein gedanke auf etwas hinweist, gedanken sich versammeln, eine geschichte verabreden. es scheint eher so zu sein, die gedanken deuten auf etwas, das ich nicht sehe, aber verstehe, weiss das es da ist, sogar als bild, aber nicht bildhaftig, und gleichermaßen darauf reagiere, als würde es mir erscheinen. die gedanken zeigen mir das wesentliche aber täuschen mich auch, lassen mich wahrnehmen, dass ich hier blind bin, beim vorstellen, beim denken. wäre es anders,  würde wirklich sehen, an was ich denke, sähe ich die krähe vor mir, den hund, das haus, das mädchen, was soll sie dann alle da zwischen dem was ich gleichzeitig mit den augen sehe. aber da ich denke kann ich gleichzeitig sehen. was ich aber sehe muss ich denken, bevor es mir erscheint. ist es so? ich denke, finde mich nicht zurecht warte auf eine passage, den gedanken der zündet, sinn stiftet. wenn schon keine bilder, dann doch zum bild hin denken, den flüchtigen bildern folgen, auf die spur kommen. hinzu kommt, das sie erst fliehen, will ich sie mir vorstellen. der gedanke ist es nicht, der kommt, erst die vorstellung, die notwendig wird, um ihn zu äußern, im worte, in der geste, im laut. wenn ich hinsehe, bin ich noch nicht da, kann nicht sagen was ich gesehen habe. ich will verstummen. das brummen abstellen. das rauschen. das vorschlagen. beruhigen, dass ich bereit bin. ich bin bereit. „sag was. rede mit mir. woran denkst du?". das bettzeug sah heute morgen, als die sonne darauf schien wunderschön aus. den weissen stoff durchwirkten blumen. ich kann verweilen, schaue ich auf etwas das da ist, vor mir erscheint, gegenwärtig. wenn ich mit dem fuss eine linie in die erde furche, das entzückt mich. ich habe verstanden. besser dies, als unendliche viele bilder betrachten. da sind sie im überfluss, gedankenlos bleiben sie liegen. ich kann mich nicht erinnern. ich erinnere mich, fühle, sehe, rieche, höre. der zauber wirkt und deutet, als gebe es das.